Rümlang, 1948
Der 23-jährige Heinz Kaiser entscheidet - trotz Wirtschaftskrise und zum Entsetzen seiner Mutter - die feste Anstellung aufzugeben und sich selbständig zu machen. Dass er seine erste unternehmerische Tätigkeit auf einer Schäublin-Drehbank im Wohnzimmer seiner Eltern unternahm, freute seine Mutter dann noch weniger, weshalb er nur wenig später seine erste eigene Werkstatt im zürcherischen Rümlang bezieht. Nach einer Reihe von Lohnaufträgen und einigen harten Jahren, während welchen der Jungunternehmer ohne Pause von morgens bis abends schuftet, nimmt die Firma KAISER langsam aber sicher Form an. Das Unternehmen besteht nun bereits aus mehreren Mitarbeitenden und Heinz Kaiser beginnt mit der Produktion von Werkzeugen.

Heinz Kaiser, zweiter von rechts, legte grossen Wert auf eine familiäre Atmosphäre im Unternehmen.
Als im Jahr 1955 der erste Prototyp fertiggestellt ist und Sohn Christoph just zu diesem Zeitpunkt das Licht der Welt erblickt, tauft er den Plan-/ und Ausdrehkopf auf den Namen Piccolo.
In den Jahren darauf floriert das Geschäft. Die Werkstatt füllt sich mit immer mehr Maschinen und die Ermahnungen des Fabrikinspektors nach mehr Arbeitsplatz werden immer lauter. Schliesslich kündigt der Vermieter die Werkstatt und Heinz Kaiser entscheidet sich zur Realisierung eines Neubaus in Rümlang.
Im Jahr 2008, genau 60 Jahre nach den ersten Arbeiten Heinz Kaisers im Wohnzimmer seiner Eltern, befindet sich die Firma noch immer am gleichen Standort. Das Unternehmen ist kontinuierlich gewachsen und beschäftigt rund 120 Mitarbeitende. Heinz Kaiser ist mittlerweile über 80 Jahre alt und tritt in den wohlverdienten Ruhestand. Seine drei Kinder übernehmen die Verantwortung für das Unternehmen.

«Die Moral von der Geschicht: Ohne in die Hände zu spucken, geht es nicht. Doch ob all dem Tun und Streben, vergesst nie den Sinn und Ernst des Lebens.»
Heinz Kaiser, 2007





